Mein Herzens-Projekt mit wunderschönen Menschen, die eine Beeinträchtigung haben und oftmals in der Gesellschaft übersehen werden.

Damals gründete ich während Corona das Projekt. Ich wollte Soziales mit Fotografie verbinden und dachte mir, wieso nehme ich nicht Menschen in den Fokus, denen man oft nicht zuhört, die oft nicht wahrgenommen werden und dabei die tollsten Charaktere überhaupt haben.

In den Werbungen sieht man oft die perfekte Scheinwelt, sowie auf den Sozialen Medien. Das Problem dabei ist: Das sind oftmals keine Schönheitsideale, sondern bearbeitete Bilder und nur Momentaufnahmen, wo man glücklich ist.

Davon wollte ich wegkommen und mein Ziel ist es immer noch, eine Ausstellung mit StrongPortraits zu machen, wo ich verschiedene Gesichter mit deren persönlichen Geschichten präsentieren darf.

Zwei Wochen nach meinem Projekt kam RTL-West, WDR-Köln und die BILD auf mich zu und fand das ehrenamtliche Projekt, wo ich sehr viel Zeit und Arbeit reingesteckt habe, faszinierend.

Sina&Tina

Meine persönliche Miss Germany

Selten haben mich zwei Frauen so sprachlos gemacht, wie Sina&Tina.

Eine unglaubliche Freundschaft, die von Herzen kommt. Hier die Geschichte von Tina, die von heute auf morgen nicht mehr laufen konnte und sich Schritt für Schritt ins Leben zurück gekämpft hat !

Tina (26) hat letztes Jahr im August von heut auf morgen das Gullain-Barre-Syndrom entwickelt, eine akute periphere Nervenerkrankung, wo die Nerven sich entzünden und angegriffen werden.

Eine Zeit lang war sie kopfabwärts fast komplett gelähmt.

Tina musste alles neu erlernen und ist jetzt glücklich darüber, dass die Hände fast wieder gut funktionieren, nur die Beine noch nicht so richtig wollen.

Im Krankenhaus wurde sie mit einer Gummipuppe verglichen, da Tina kaum eine eigene Muskelspannung hatte.

Eine vollständige Heilung gibt es leider nicht, aber sie ist eine Kämpferin und gibt nicht auf!

Zum Thema Glück sagt Tina: 

„Glück bedeutet für mich etwas ganz anderes als im letzten Jahr vor meiner Erkrankung. 
Jetzt ist Glück für mich, den Zusammenhalt meiner Lieblingsmenschen zu spüren, gemeinsam zu lachen und jede Lebenssekunde zu genießen.

Glück ist für mich, dass ich dieses gesamte halbe Jahr im Krankenhaus gut überstanden habe und ich vorwärts komme mit all dem, was ich mir vorgenommen habe.“

Zum Thema Selbstakzeptanz berichtet sie:

„Ich akzeptiere mich selber, indem ich einfach versuche, das Beste aus der Situation zu machen. 
Ich möchte so wie vorher am Leben teilnehmen und da finde ich gemeinsam mit meinen Freunden und meiner Familie immer Wege. Ich lebe von Tag zu Tag und versuche immer die positiven Seite des Ganzen zu sehen. 
Denn obwohl ich in dieser Situation stecke, hat mir das Leben Dinge gegeben, die ich ohne meine Erkrankung nie gehabt hätte.“

Wenn es einem nicht gut geht, ist es wichtig, auch mal sein Herz und seine Seele zu leeren und es zuzulassen für den Moment. Anschließend versucht Tina wieder nach vorne zu schauen.
Denn dieses Tief ist nur ein Moment und sie ist nicht der Moment. 

Morgen wird ein besserer Tag 🙂

Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast.“

Jessika und ihre Schwester

Absolute Vorbilder

Jessika und ihre Schwester sind meine persönlichen Vorbilder und sind zwei Persönlichkeiten, die ich nur einmal bisher kennenlernen durfte und dafür bin ich unglaublich Dankbar!

Selten habe ich so unglaublich hübsche Wesen gesehen, die dazu einen so tollen Charakter besitzen, einfach wunderschön!

Jessika Michel (28) 
hat die Rheuma Form: Idiopatische Arthritis diagnostiziert bekommen,
wodurch sie kleinwüchsig und auf dem linken Auge komplett erblindet ist.

Diese Rheuma Form wirkt sich auf die Gelenke aus, weshalb Jessika ein künstliches Hüftgelenk besitzt.

Dies alles wirkt sich auf ihre Mobilität aus und verursacht jeden Tag starke Schmerzen.

Die Erkrankung Uveitis kam dazu, weshalb sie auf dem linken Augen komplett erblindet ist.

Jessika unterstützt ihre Mutter bei ihrem Deko-Unternehmen @micheldekoration.

Glücklich macht Jessika die schmerzfreien Tage und die Zusammenarbeit mit Menschen auf den oben genannten Kanälen.

Die Leidenschaft, die sie in sich trägt für Dinge, die sie gerne tut, holt sie wieder aus einem Tief ins Hoch.

Jessika sagt:“ All meine Projekte motivieren mich dazu, wieder aufzustehen und weiterzumachen.“

Der Weg zur Selbstakzeptanz ist eine tägliche Arbeit, manchmal akzeptiert man sich mehr, manchmal mal weniger.

Es gibt Tage in Jessikas Leben, da hat sie sehr starke Schmerzen, an manchen weniger starke Schmerzen!

Es ist immer wichtig mit seinen Mitmenschen offen über seinen Zustand zu sprechen, denn nur auf einer offenen Kommunikation kann ein gutes Verhältnis aufgebaut und geholfen werden.

#strongportraits

Milena

Lebensfrohe Frau

Milena (24) hat Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall).

Als sie 5 Jahre alt war, sind ihr beim Kämmen die Haare ausgefallen.

Milena arbeitet als Erzieherin im Kindergarten und ist eine sehr hilfsbereite Person.

Eine Perücke trägt sie an der Arbeit und zum Feiern, ansonsten versucht sie mittlerweile ohne Perücke durchs Leben zu gehen.

Ihre Freunde halfen ihr damals durch die schwere Zeit, wofür sie super dankbar ist.

Heute akzeptiert sie sich so, wie sie ist und geht offen mit dem Thema um.

Wenn Menschen sie auf der Straße anstarren, lächelt sie einfach zurück.

Ihr großer Traum ist es mit einem Van Europa zu erobern und viele neue Abenteuer zu erleben.

Milena rät auch anderen, offen für neue Abenteuer zu sein und lieber ja zum Leben, anstatt nein zu sagen!

Chantal&Patrick

Die große Liebe <3

Chantal (25) hat Cerebralparese.
Darunter versteht man Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt. Ihr Zwillingsschwester ist davon jedoch nicht betroffen.

Chantal ist Justizbeschäftigte und fährt ein behindertengerechtes Auto, so dass sie alles mit den Händen, anstatt mit den Füßen betätigen kann.

Früher hatte Chantal nicht viele Freunde und wurde im Kindesalter gemobbt.

Sie hat sehr lange gebraucht, sich so zu akzeptieren, wie sie ist. Heute ist ihr Rollstuhl ihr ständiger Begleiter und Teil ihres Lebens.

Auch heute haben die Menschen immer noch Berührungsängste.

Chantals großer Traum ist eine Eigentumswohnung zu besitzen, einen Hund zu haben, eigene Kinder und eine Hochzeit mit ihrem Freund.

Chanthal`s Lebensmotto lautet:
Jeder ist Kunst, gezeichnet vom Leben!

Sandy

Mutige Frau

Sandy (31) hat seit der Geburt das Vacterl-Syndrom.
Dies ist als sehr individuell zu betrachten. Die meisten Leute mit dieser Beeinträchtigung haben einen Herzfehler und deformierte Hände.

Sandy arbeitet als Sachberaterin in einem Büro und ist im Alltag auf keine Hilfe angewiesen. Sie fährt ein Automatikauto, da sie ein Auto mit Kupplung nicht fahren könnte.

Im Alter von 19-23 Jahren hatte Sandy viele Operationen und konnte in dieser Zeit kaum etwas machen vor Schmerzen. Dies war eine sehr harte und schwere Zeit für sie. 2013 hatte sich dann alles durch eine weitere Operation verbessert.

In der Zeit, als andere Jugendliche feiern gingen, ihr Leben genossen haben und viel mit Freunden machten, konnte Sandy aufgrund mangelnder Selbständigkeit, wegen ihrer Krankheit, nicht viel unternehmen.

Die Zeit möchte sie jedoch nachholen und zwar sofort! Sie will viel verreisen und noch so viel im Leben sehen.

Sandy ist ein so fröhlicher Mensch und sehr positiv zum Leben eingestellt.

Es könnte einem immer schlechter gehen und man soll die Zeit nutzen, soweit es geht.

Man sollte sich immer vor Augen führen, dass du gut bist, so wie du bist!

Ihr Lebensmotto ist: 
Man soll sich von der Beeinträchtigung nicht
beeinträchtigen lassen!

Lia

Besondere Frau

Lia (36) hat einen Wasserkopf, auch Hydrocephalus genannt.

Ihre Mutter hatte während der Geburt mit ihr ein Nierenversagen. So kam Lia 3 Monate zu früh zur Welt.

Sie hat 6 Narben durch ihre zahlreichen Operationen und ihr Kopf ist schmaler, als bei anderen Menschen.

Lia ist Erzieherin in einer Kunst-Kita und nimmt ihr Leben so, wie es ist.

Ich bin ich und das ist auch gut so, sagt sie. Jeder hat schließlich sein eigenes Päcken im Leben zu tragen.

Jeder Mensch besitzt etwas Schönes oder hat ein Talent.

Lia möchte später mal mit dem Camper durch Island reisen und ein Haus an der Nordsee besitzen.

Sie ist sehr kreativ, chaotisch, aber so sympatisch. 

Lia glaubt ans Schicksal. Alles im Leben hat einen Sinn.

Sei mutig, stark und verliere niemals deine Träume aus deinen Augen. Kämpfe um das, was du erreichen möchtest und glaube an dich !

Leon & Laura (seine Betreuerin)

Wunderschöne Menschen

Leon (15) hat das Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt und hat seit einem Jahr Diabetes.

Er besucht eine Schule für geistig behinderte Menschen und fühlt sich dort sehr wohl!

Leon ist auf 100% Hilfe angewiesen und wird seit 4 Jahren ca. 2-3 mal im Monat von Laura, seiner Kinderbetreuerin betreut.

Laura beschreibt Leon als einen lebensfrohen, sensiblen und humorvollen Jungen, den jeder gerne hat.

Sein Leben ist bunt und er ist glücklich, so wie alles ist!

Leon hat seinen eigenen Willen und zeigt, wenn ihm etwas mal nicht passt.
Er ist sehr einfühlsam und sieht sofort, wenn Laura mal traurig ist und tröstet sie.

Leon möchte nicht von anderen bemitleidet werden und liebt es zu tanzen, zu singen, zu klatschen und zu lachen.

Laura liebt ihren Job, dennoch kommt auch sie an ihre Grenzen und lernt sich dadurch selber besser kennen. Sie sieht die Zeit mit Leon immer als eine positive Zeit. 

Leon bereichert das Leben und macht es ein Stück weit bunter !

Bin froh, diese zwei tollen Persönlichkeiten kennengelernt zu haben !

„Jeder Mensch ist individuell. Jeder Mensch zählt. Jeder Mensch ist wertvoll!“

Welt Downsyndromtag auf dem Getrudenhof in Hürth

Eins meiner Highlights im Jahr ist das Downsyndrom-Fest auf dem Getrudenhof mit so vielen wunderschönen und einzigartigen Kindern.

Unzählige Hüpfburgen, eine Tombola, Essen&Trinken und viele kleine Überraschungen warten auf Sie.

Jedes Jahr am 21. März ist es soweit und ich habe einen kleinen Stand mit meiner Leidenschaft: Der Fotografie !

Hier fotografiere ich ehrenamtlich so viele Kinder mit ihren Eltern wie möglich und versuche, auch wenn es manchmal nicht so leichte Zeiten gibt, Ihnen für diesen Tag ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Seid dabei und genießt jedes Jahr ein wundervolles, friedliches und gut organisiertes Fest

Demenzheim

Dieser Abschnitt hebt eine sorgfältig ausgewählte Sammlung von Bildern hervor, die die Schönheit und Essenz Ihrer Angebote zeigen.